Marienburg zu Monheim
Die im Park stehende Marienburg errichtete der Kölner Architekt August Carl Lange 1879/80 für den Landtags- und Reichstagsabgeordneten Eugen von Kesseler, den damaligen Besitzer des benachbarten Großen Hofes. Das Gebäude war als Landhaus geplant, es sollte der Familie Kesseler zum Sommeraufenthalt dienen.Den Namen "Marienburg" trug der rote Backsteinbau schon bei der Erbauung. Es war der Wunsch des Bauherrn, an den gleichnamigen Hauptsitz des Deutschen Ritterordens in Westpreußen zu erinnern. Der war im 14. Jahrhundert Wirkungsort des Hochmeisters Winrich von Kniprode. Es wird als sicher angenommen, dass Winrich von einer Ansiedlung stammte, die im heutigen Knipprather Wald lag.
Architekt August Carl Lange lebte von 1834 bis 1884. Er projektierte zahlreiche sakrale und einige profane Bauten in der näheren und weiteren Umgebung von Köln. Mehr als fünfzigmal zeichnete August Lange für Bau, Erweiterung oder Restaurierung von Kirchengebäuden verantwortlich.
Unter seiner Leitung wurden etwa die Pfarrkirchen St. Martinus in Euskirchen, St. Martinus in Zons, St. Stephanus in Hitdorf und St. Stephanus in Köln-Lindenthal erbaut. Wesentlich beeinflusst war Lange vom neogotischen Stil, dessen Ideen er in seinen Bauwerken schöpferisch umsetzte. Diese Stilelemente sind auch an der Marienburg zu erkennen.Zwar erfolgte der Innenausbau nach Aussage des Architekten "in einfachster Weise", der Einbau von Wandschränken in allen Zimmern, Wasserleitung und Wasser-Klosetts spricht aber dafür, dass man es an Annehmlichkeiten nicht fehlen lassen wollte. Dazu gehörte auch der Aussichtsplatz über der Mitte des Hauses, von dem aus man eine schöne Fernsicht über den Rhein bis nach Köln und ins Bergische Land hinein genießen konnte. Die Baukosten für den adeligen Landsitz lagen bei 75.000 Mark.
Das Umfeld der Burg wurde repräsentativ gestaltet. Die Zu- und Umfahrt war durch Baumreihen gesäumt. Rasenparterren waren mit formalen Rosenbeeten versehen und rückwärtig schmückte ein Wasserbassin mit Quellschale und Staudenpflanzungen den Verandabereich. Die Feldseite des Großen Hofes wurde mit den sogenannten Kutscherhäuschen verschönert, die ebenfalls die getreppten Giebel besitzen.
Während weite Teile des Parks durch die Stadt Monheim am Rhein erworben wurden, sind die Marienburg selbst und das unmittelbare Umfeld Privatbesitz.befinden sich Fahrradständer.
Unsere nächste Veranstaltung auf der Marienburg, siehe Veranstaltungkalender!
Marienburgpark der Stadt Monheim am Rhein
Haupteingang Bleer Straße, zwei weitere Eingänge an der Parkstraße
Öffnungszeiten:
Mai bis September 8 bis 22 Uhr
Oktober bis April 9 bis 18 Uhr
Eintritt frei
Anreise mit dem Auto:
Aus Richtung Düsseldorf Ausfahrt Nr. 24 der A 59 (Monheim-Baumberg). Der Beschilderung "Monheim Mitte / Parkplatz Altstadt" folgen, an der T-Kreuzung links Richtung Monheim. Dann weiter über Monheimer Straße, Rheinpromenade und Kapellenstraße zum Parkplatz Altstadt.
Aus Richtung Leverkusen Ausfahrt Nr. 25 der A 59 (Monheim). Richtung Monheim der Beschilderung "Monheim Mitte / Parkplatz Altstadt" folgen.
Anreise mit S-Bahn und Bus:
Mit der S 6 bis Langenfeld. Dann mit VRR-Buslinie 791 Richtung Monheim bis Haltestelle Kulturzentrum. Von dort wenige Minuten Fußweg bis zum Marienburgpark (Eingang Parkstraße).
Anreise mit dem Fahrrad:
Der Marienburgpark ist aus allen Richtungen mit dem Fahrrad gut zu erreichen. An den Parkeingängen befinden sich Fahrradständer.
